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Politischer Austausch mit Biss: FREIE WÄHLER im Gespräch über Zukunftsaufgaben im Adenauer Land
Adenau, den 21.10.2025 Im Adenauer Land haben sich am 27. August Vertreter der FREIEN WÄHLER mit aktuellen und ehemaligen Mitgliedern der FDP aus der Region zu einem offenen politischen Austausch getroffen. Teilgenommen haben Stefan Müller und Jan Müller von den FREIEN WÄHLERN, der Landesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz, Christian Zöpfchen, sowie Nicole Falkenstein, FDP-Ortsverbandsvorsitzende von Adenau, Daniela Thiesen, Mitglied des Stadtrats Adenau und des Kreisausschusses für Gesundheit, Soziales und Demografie, sowie Sylvia Kagerbauer.
Im Zentrum des Gesprächs standen die großen Herausforderungen der Region: die weiterhin angespannte medizinische Versorgung nach der Schließung des St.-Josef-Krankenhauses Adenau, die notwendige Stärkung der Notfallrettung durch zusätzliche RTW-Kapazitäten sowie der Ausbau der Gesundheitsinfrastruktur am Nürburgring mit Blick auf Unfallprävention, Tourismus und die älter werdende Bevölkerung. Die Teilnehmer waren sich einig: Nur mit vernetzten Konzepten zwischen Ärzten, Pflegekräften und Rettungsdiensten lässt sich die Versorgung langfristig sichern.
Nicole Falkenstein machte dabei deutlich: „Als Mutter eines schwerbehinderten Sohnes weiß ich, wie wichtig eine verlässliche medizinische Versorgung ist. Entscheidend ist nicht das Parteibuch, sondern dass wir gemeinsam Lösungen für unsere Region finden.“
Besonderes Gewicht hatte zudem das Thema Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe 2021. In der Diskussion wurde hervorgehoben, dass zwar viele Projekte angestoßen wurden – von der Sanierung zerstörter Straßen und Brücken über die Ertüchtigung von Schulen bis hin zum Neubau der Ahrtalbahn – doch dass die Umsetzung noch immer zu langsam und für Bürgerinnen und Bürger oft schwer nachvollziehbar sei. Gerade im Bereich Verkehrsanbindung, Hochwasserschutz und lokaler Infrastruktur sei mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung notwendig. Exemplarisch wurde auf die Sanierung der über 20 Bahnbrücken im Ahrtal und den geplanten Vollbetrieb der Ahrtalbahn bis Ende 2025 verwiesen. Auch der Schutz kritischer Infrastruktur wie Strom- und Wasserversorgung müsse stärker ins Zentrum gerückt werden.
„Die Menschen im Ahrtal haben enorme Geduld bewiesen, doch jetzt braucht es konkrete Fortschritte, die auch im Alltag spürbar sind – von der intakten Straße bis zum sicheren Schulweg“, betonte Christian Zöpfchen. Der Wiederaufbau dürfe nicht nur auf dem Papier stattfinden, sondern müsse so gestaltet werden, dass er den Alltag der Bürgerinnen und Bürger verbessert und die Region krisenfest für die Zukunft aufstellt.
Die Gesprächsrunde unterstrich, dass die FREIEN WÄHLER gerade in den ländlichen Regionen präsent sein wollen, wo Herausforderungen oft unmittelbar spürbar sind. Daher ist es kein Zufall, dass weitere Gespräche im Adenauer Land und darüber hinaus geplant sind. Die Region Ahrweiler stehe beispielhaft für die Notwendigkeit, Politik nah bei den Menschen zu gestalten und dabei den Mut zu haben, Missstände klar zu benennen.
Das nächste Treffen wird bereits vorbereitet. Bürgerinnen und Bürger sind ausdrücklich eingeladen, ihre Anliegen einzubringen – sei es zur medizinischen Versorgung, zum Wiederaufbau oder zu alltäglichen Fragen der Infrastruktur. Denn: Wer schweigt, stimmt zu. Wer mitredet, bewegt.
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