Joachim Streit: „Seit zwanzig Jahren erleben wir das Krankenhaussterben im ländlichen Raum – wo bleibt endlich die Hilfe des Landes?“

20. November 2025

Prüm, 22.11.2025 – Angesichts des eingeleiteten Sanierungsverfahrens des St. Joseph-Krankenhauses Prüm fordert Joachim Streit, Spitzenkandidat der Freien Wähler zur Landtagswahl 2026, ein entschiedenes politisches Umsteuern in der Krankenhauspolitik des Landes Rheinland-Pfalz. Streit macht deutlich, dass die Probleme keineswegs neu sind – im Gegenteil: „Seit zwei Jahrzehnten erleben wir einen kontinuierlichen Niedergang der Krankenhäuser im ländlichen Raum. Und die Landesregierung hat diesen Trend nicht gestoppt, sondern zugesehen.“

Streit verweist darauf, dass unter den zuständigen SPD-Gesundheitsministern – Alexander Schweitzer, Sabine Bätzing-Lichtenthäler und nun Clemens Hoch – keine wirksame Strategie entwickelt wurde, um insbesondere kleine und mittlere Häuser im ländlichen Raum zu entlasten. „Die Belastungen steigen, die Rahmenbedingungen verschlechtern sich, die Finanzierung ist unzureichend – und das seit zwanzig Jahren. Die Folgen spüren nun die Menschen vor Ort.“

„Prüm ist kein Einzelfall – es ist ein Symptom für eine falsche Politik“

Der Spitzenkandidat betont, dass das St. Joseph-Krankenhaus Prüm beispielhaft für eine Entwicklung steht, die sich quer durch Rheinland-Pfalz zieht:

„Prüm ist nicht das erste Haus, das in Schwierigkeiten gerät – und wird ohne Kurswechsel nicht das letzte sein. Wenn die Politik weiter zusieht, sterben die Krankenhäuser im ländlichen Raum leise weg. Und mit jedem Standort, der geschwächt wird, verschlechtert sich die Gesundheitsversorgung für hunderttausende Menschen.“

Die Freien Wähler fordern seit Jahren eine nachhaltige strukturelle Unterstützung für Grund- und Regelversorger in der Fläche. Besonders Häuser wie das in Prüm seien unverzichtbar für die Notfallversorgung, für ältere Menschen und für die gesamte regionale Infrastruktur.

„Ich frage die Landesregierung: Wo bleibt die Hilfe?“

Streit richtet eine klare Frage an das Gesundheitsministerium:

„Wo bleibt die konkrete Unterstützung für die Krankenhäuser im ländlichen Raum? Wo bleiben die Maßnahmen, die diesen Häusern wieder eine Zukunft geben? Lippenbekenntnisse reichen nicht – jetzt braucht es Taten.“

Die Freien Wähler erwarten von der Landesregierung, sich aktiv in die Stabilisierung des Standortes Prüm einzubringen und ein tragfähiges Konzept für ländliche Kliniken vorzulegen, das über bloße Ankündigungen hinausgeht.

„Wir kämpfen für eine verlässliche Versorgung – überall im Land“

Streit stellt klar, dass die Freien Wähler im Landtag und im kommenden Wahlkampf für eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung eintreten werden:

„Ein Krankenhaus wie in Prüm ist kein Luxus, sondern lebensnotwendig. Wir geben diese Standorte nicht auf. Die Menschen in der Eifel – und überall in Rheinland-Pfalz – haben ein Recht auf medizinische Versorgung vor Ort.“