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Pflege braucht Entlastung statt Bürokratie
Jeckel besucht Georg-Vömel-Haus in Bad Ems
Bad Ems / Mainz, 29.01.2026 – Die Landtagsabgeordnete und Landesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz, Lisa-Marie Jeckel, hat das Georg-Vömel-Haus und die angeschlossene Tagespflege der Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte in Bad Ems besucht und sich vor Ort ein Bild von der Situation in der stationären Pflege gemacht. Empfangen wurde sie von Miguel Palacios Prada (Einrichtungsleitung), Oliver Eggert (Fachvorstand) und Jörg Zeyßig (Finanzvorstand). Begleitet wurde Jeckel von Gunther Weber, Mitglied der FREIEN WÄHLER Rhein-Lahn.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand ein intensiver Austausch über die aktuellen Belastungen Herausforderungen in der Pflege. Dabei wurde deutlich: Viele der Probleme, die Pflegeeinrichtungen seit Jahren benennen, sind nach wie vor ungelöst – und werden durch politische Fehlsteuerungen teilweise sogar verschärft.
Ein zentrales Thema war die Pflegekammer. Die Erfahrungen aus der Praxis bestätigten nach Ansicht Jeckels erneut die Kritik, die die FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz bereits mehrfach, zuletzt auch durch den Co-Landesvorsitzenden Christian Zöpfchen, öffentlich geäußert haben. Die derzeitige Ausgestaltung der Pflegekammer wird von vielen Einrichtungen als zusätzliche bürokratische Belastung empfunden, ohne spürbaren Mehrwert für Pflegekräfte oder Pflegebedürftige zu schaffen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs betraf die Investitionskostenfinanzierung von Pflegeeinrichtungen. Die Verantwortlichen machten deutlich, dass insbesondere für ältere Gebäude mit einem Alter von rund 30 Jahren, bei denen energetische Sanierungen, technische Erneuerungen und Maßnahmen zur nachhaltigen Gebäudebewirtschaftung anstehen, dieses mit erheblichen Kosten verbunden sind. Altenpflegeeinrichtungen zählen aufgrund ihres kontinuierlichen Betriebs, des hohen Wärme- und Strombedarfs sowie der Gebäudestrukturen zu den energieintensiven sozialen Infrastrukturen. Energetische Modernisierungen können hier einen erheblichen Beitrag zur Reduktion von Emissionen leisten, werden jedoch in den aktuellen Pflegesatzverfahren bislang nicht ausreichend berücksichtigt oder refinanziert.
„Was uns im Georg-Vömel-Haus geschildert wurde, erhärtet nochmals sehr deutlich, was wir als FREIE WÄHLER seit Langem kritisieren: Pflege wird zu stark verwaltet und zu wenig unterstützt. Die Pflegekammer in ihrer jetzigen Form bindet Zeit und Ressourcen, die in der direkten Versorgung dringend gebraucht werden“, so Jeckel.
Auch die gesetzlich vorgegebene Fachkräftequote wurde kritisch diskutiert. Die Verantwortlichen vor Ort machten deutlich, dass die Quote angesichts des massiven Fachkräftemangels zunehmend an ihre Grenzen stößt. Eine zu starre Ausgestaltung erschwere den Betrieb von Pflegeeinrichtungen und trage nicht automatisch zu einer besseren Versorgung bei. Aus Sicht Jeckels braucht es hier dringend eine realistischere, praxisnahe Betrachtung, die Versorgungssicherheit und Entlastung gleichermaßen im Blick hat. Ein zentrales weiteres Thema war die berufliche Selbstverwaltung, die in Rheinland-Pfalz in Form der Pflegekammer organisiert ist. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere finanzielle Aspekte von vielen Pflegefachkräften als belastend empfunden werden. Mitgliedsbeiträge sowie zusätzliche, mit der Pflegekammer verbundene Berufspflichten würden in einem ohnehin angespannten Arbeitsfeld kritisch wahrgenommen. Die Gesprächspartner machten deutlich, dass Instrumente zur Stärkung des Pflegeberufs nur dann auf Akzeptanz stoßen, wenn sie für die Beschäftigten nachvollziehbar finanziert sind und nicht zu zusätzlichen Belastungen im Berufsalltag führen. Die Erfahrungen aus der Praxis bestätigten nach Ansicht Jeckels erneut die Kritik, die die FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz bereits mehrfach, zuletzt auch durch den Co-Landesvorsitzenden Christian Zöpfchen, öffentlich geäußert haben. Die derzeitige Ausgestaltung der Pflegekammer wird von vielen Einrichtungen als zusätzliche bürokratische Belastung empfunden, ohne spürbaren Mehrwert für Pflegekräfte oder Pflegebedürftige zu schaffen.
Positiv hob Jeckel die fortschrittliche Digitalisierung im Georg-Vömel-Haus hervor. Durch moderne, sprachgestützte Dokumentationssysteme werde der bürokratische Aufwand deutlich reduziert – und damit mehr Zeit für die Arbeit mit den Pflegebedürftigen geschaffen. Das Haus, das erst im vergangenen Jahr eröffnet wurde, zeige eindrucksvoll, wie moderne Pflege aussehen könne, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Zum Abschluss dankte Jeckel der Einrichtungsleitung und dem Vorstand für den offenen Austausch:
„Solche Gespräche sind enorm wichtig. Gute Pflegepolitik entsteht nicht am Schreibtisch, sondern im direkten Dialog mit denen, die täglich Verantwortung tragen. Die FREIEN WÄHLER werden diese Anliegen weiter konsequent in die politische Arbeit einbringen.“
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