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Lilly und Boehringer reduzieren Investitionen: FREIE WÄHLER fordern mehr Einsatz der Landesregierung für den Standort Rheinland-Pfalz
Jeckel: „Die Landesregierung darf sich nicht hinter Berlin verstecken.“
Koblenz, 04.06.2026 – Die Entscheidungen der Pharmaunternehmen Eli Lilly und Boehringer Ingelheim, geplante Investitionen in Deutschland deutlich zu reduzieren, sind nach Auffassung der FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz ein ernstes Warnsignal für den Wirtschafts-, Forschungs- und Gesundheitsstandort Rheinland-Pfalz.
Besonders die Reduzierung der ursprünglich angekündigten Investitionen von Eli Lilly am Standort Alzey zeigt, wie sensibel internationale Unternehmen auf politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren.
Dazu erklärt Lisa-Marie Jeckel, Landesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz:
„Die Entwicklungen bei Lilly und Boehringer müssen Politik und Regierung wachrütteln. Wenn international führende Pharmaunternehmen geplante Investitionen zurückfahren und dabei auf die Rahmenbedingungen in Deutschland verweisen, dürfen wir das nicht als Einzelfall abtun. Hier geht es um hochwertige Arbeitsplätze, Innovationen und die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes.“
Die FREIEN WÄHLER verweisen darauf, dass sich die neue Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag ausdrücklich zu Rheinland-Pfalz als bedeutendem Pharma-, Biotechnologie- und Forschungsstandort bekennt und Bürokratieabbau sowie schnellere Verwaltungs- und Genehmigungsverfahren angekündigt hat.
„An diesen Versprechen muss sich die Landesregierung nun messen lassen. Es reicht nicht aus, lediglich auf Entscheidungen in Berlin zu verweisen. Rheinland-Pfalz hat eigene Möglichkeiten, Investitionen zu erleichtern, Verfahren zu beschleunigen und Unternehmen bessere Rahmenbedingungen zu bieten.“
Die FREIEN WÄHLER kritisieren, dass die bisherigen Reaktionen der Landesregierung vor allem auf Appelle an die Bundesregierung setzen.
„Natürlich trägt die Bundespolitik Verantwortung für die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Aber die Antwort auf diese Entwicklung darf nicht darin bestehen, die Verantwortung ausschließlich nach Berlin weiterzureichen. Rheinland-Pfalz muss seine eigenen Hausaufgaben machen: weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen, eine leistungsfähige Verwaltung, eine moderne Infrastruktur und eine konsequente Fachkräfteoffensive.“
Gerade für Rheinland-Pfalz habe die Entwicklung besondere Bedeutung. Die Gesundheitswirtschaft, die Pharmaindustrie und die Biotechnologie gehörten zu den wichtigsten Zukunftsbranchen des Landes und sicherten tausende Arbeitsplätze sowie erhebliche Wertschöpfung.
„Wenn Investitionen reduziert werden, betrifft das nicht nur einzelne Unternehmen. Es geht um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes insgesamt. Deshalb erwarten wir von der Landesregierung konkrete Maßnahmen, wie Rheinland-Pfalz als attraktiver Standort für Forschung, Entwicklung und Produktion gestärkt werden soll.“
Die FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz fordern deshalb einen konkreten Maßnahmenplan zur Stärkung des Pharma-, Biotechnologie- und Gesundheitsstandortes Rheinland-Pfalz. Dazu gehören beschleunigte Genehmigungsverfahren, ein konsequenter Bürokratieabbau, eine stärkere Unterstützung von Forschung und Innovation sowie eine aktive Interessenvertretung des Landes gegenüber dem Bund.
„Rheinland-Pfalz verfügt über hervorragende Voraussetzungen als Pharma- und Forschungsstandort. Umso wichtiger ist es, dass die Landesregierung jetzt handelt und zeigt, wie sie ihre eigenen Standortversprechen mit Leben füllen will. Die Unternehmen und die Beschäftigten im Land erwarten zu Recht mehr als bloße Appelle nach Berlin.“
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