Solidarisierung mit Danger Dan ist das falsche Signal

21. Juli 2026

Kulturminister Teuber misst mit zweierlei Maß

Koblenz / Mainz, 21.07.2026 – Die FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz kritisieren die öffentliche Solidaritätsbekundung des rheinland-pfälzischen Kulturministers Sven Teuber (SPD) mit dem Musiker Danger Dan scharf.

Hintergrund ist die Entscheidung des ZDF, Danger Dan aus der Sendung „Die Anstalt“ auszuladen. Der Sender begründete dies damit, dass der Text des Songs „Keine Angst“ als Aufruf zu politischem Extremismus und Selbstjustiz verstanden werden könne und damit den Programmrichtlinien widerspreche.

Der Landesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz, Christian Zöpfchen, erklärt:

„Ein Kulturminister muss die Kunstfreiheit schützen – aber ebenso konsequent jede Form politischen Extremismus ablehnen. Wer sich reflexhaft mit einem Künstler solidarisiert, dessen Lied selbst vom ZDF wegen möglicher Gewalt- und Extremismusbezüge aus dem Programm genommen wurde, sendet ein fatales Signal. Gerade ein Minister darf nicht den Eindruck erwecken, bei linksextremen Grenzüberschreitungen großzügiger zu sein als bei rechtsextremen.“

Der Europaabgeordnete Joachim Streit ergänzt:

„Die entscheidende Frage lautet: Hätte sich Sven Teuber genauso demonstrativ hinter einen Künstler gestellt, dessen Lied wegen möglicher rechtsextremer Gewaltaufrufe ausgeladen worden wäre? Ich bezweifle das. Demokratie lebt davon, dass für alle dieselben Maßstäbe gelten. Wer Extremismus bekämpfen will, darf keine politische Rabattmarke für linke Radikale vergeben.“

Die FREIEN WÄHLER weisen darauf hin, dass das ZDF die Ausladung ausdrücklich nicht mit einer unliebsamen politischen Meinung begründet hat, sondern mit der Bewertung, der Song könne als Anleitung zu politischem Extremismus, Selbstjustiz und möglicherweise auch zu Gewalt verstanden werden. Über diese Einschätzung kann man streiten. Wer jedoch als Kulturminister ohne jede erkennbare Distanz Partei für den Künstler ergreift, verkennt die besondere Verantwortung seines Amtes.

„Rheinland-Pfalz braucht einen Kulturminister, der die Kunstfreiheit verteidigt, ohne bei Extremismus blind auf dem linken Auge zu werden. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung erwarten die Bürger zu Recht, dass die Landesregierung jede Form politischer Gewalt und jede Verherrlichung extremistischer Strukturen mit derselben Konsequenz zurückweist“, so Zöpfchen und Streit abschließend.