FREIE WÄHLER: Händler und Gastronomen brauchen Entlastung statt Kartenpflicht

14. September 2026

Zöpfchen: „Eine pauschale Pflicht zur Kartenzahlung ist unsinnig“

Die FREIE WÄHLER Rheinland-Pfalz lehnen die geplante Verpflichtung für Händler und Gastronomen ab, zusätzlich zum Bargeld auch digitale Zahlungen anzunehmen. Das Bundesfinanzministerium will eine entsprechende Regelung ab 2027 einführen.

„Eine pauschale Pflicht zur Kartenzahlung ist unsinnig. Händler und Gastronomen sollen selbst entscheiden, ob sie Bargeld, Karte oder beides annehmen. Gerade kleine Betriebe brauchen wirtschaftlichen Spielraum und nicht noch eine staatliche Vorgabe. Wer die Kosten trägt und seinen Kunden gegenübersteht, kann diese Entscheidung selbst treffen“, erklärt Landesvorsitzender Christian Zöpfchen.

Der Landesverband verweist auf die Ausgaben für Bezahltechnik und laufende Transaktionsgebühren. Auch Handels- und Gastronomieverbände warnen vor zusätzlichen Belastungen. Die FREIEN WÄHLER fordern deshalb, digitale Bezahlangebote durch günstige und verlässliche Rahmenbedingungen attraktiver zu machen, statt Betriebe dazu zu verpflichten.

Zugleich betonen die FREIEN WÄHLER die Bedeutung des Bargelds. Es schützt die Privatsphäre und ermöglicht Zahlungen auch dann, wenn Kartenterminals oder Internetverbindungen ausfallen. „Zum Glück gibt es weiterhin Bargeld. Es muss auch im Alltag nutzbar bleiben. Nicht jeder Einkauf muss eine digitale Datenspur hinterlassen. Das ist auch nicht mit einer möglichen Bekämpfung von Steuerhinterziehung zu rechtfertigen“, so Zöpfchen.