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Gesundheitspolitik gefährdet Versorgung im ländlichen Raum
Koblenz, 15.06.2026. Die FREIE WÄHLER Rheinland-Pfalz warnen vor einer weiteren Verschlechterung der medizinischen Versorgung. Die aktuelle Gesundheitspolitik setze auf immer neue Vorgaben, mehr Bürokratie und zu wenig Geld für Praxen und Krankenhäuser. Das könne nicht funktionieren.
„Das ist ein Scheitern mit Ansage. Wer immer mehr Qualität, mehr Nachweise und mehr Leistungen verlangt, aber die Finanzierung nicht sichert, gefährdet am Ende die Versorgung der Patienten“, erklärt Manfred Reeb, gesundheitspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Rheinland-Pfalz.
Nach Ansicht der FREIE WÄHLER wird das eigentliche Problem nicht gelöst: Der Bedarf an medizinischer Versorgung steigt, weil die Bevölkerung älter wird und der medizinische Fortschritt mehr Behandlungen möglich macht. Gleichzeitig gehen viele Ärzte, Pflegekräfte und medizinische Fachangestellte in den Ruhestand. Schon heute finden viele Praxen keine Nachfolger. Viele Krankenhäuser stehen finanziell unter Druck.
„Unter diesen Bedingungen kann man Versorgung nicht durch Kürzungen sichern. Wer Praxen und Kliniken finanziell weiter unter Druck setzt, bekommt am Ende weniger Versorgung, längere Wege und längere Wartezeiten“, so Reeb.
Die FREIE WÄHLER fordern deshalb einen anderen Kurs. Bürokratie müsse spürbar abgebaut werden. Dokumentationspflichten, die keine echte Verbesserung für Patienten bringen, müssten gestrichen werden. Programme und Verwaltungsstrukturen ohne belegbaren Nutzen für die Versorgung gehörten auf den Prüfstand. Das gelte auch für den Risikostrukturausgleich und Disease-Management-Programme, die viel Aufwand auslösen, aber den Praxisalltag zusätzlich belasten.
„Wir brauchen mehr Zeit für Patienten und weniger Zeit für Formulare. Jeder Euro und jede Arbeitsstunde müssen möglichst nah an der Versorgung ankommen – in Praxen, Kliniken, Pflege und Rettungsdienst“, fordert Reeb.
Auch Christian Zöpfchen, Landesvorsitzender der FREIE WÄHLER Rheinland-Pfalz, kritisiert die Entwicklung: „CDU und SPD haben im Wahlkampf versprochen, die Gesundheitsversorgung auch im ländlichen Raum zu sichern. Jetzt zeigt sich: Mit schönen Worten ist es nicht getan. Wenn Praxen schließen, Krankenhäuser unter Druck geraten und Personal fehlt, trifft das vor allem die Menschen außerhalb der großen Städte.“
Die FREIE WÄHLER setzen auf eine Stärkung der ambulanten Versorgung, bessere Bedingungen für Praxisnachfolgen, weniger Regressrisiken für Ärzte und mehr Eigenverantwortung der Patienten. Notaufnahmen und Rettungsdienste müssten entlastet werden, damit sie für echte Notfälle verfügbar bleiben.
Zöpfchen abschließend:
„Gesundheitspolitik darf nicht nur sparen, indem Versorgung abgebaut wird. Wir wollen Strukturen verbessern, Bürokratie senken und die Menschen stärken, die täglich Patienten versorgen. Nur so bleibt medizinische Versorgung auch im ländlichen Raum erreichbar.“
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