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Schluss mit der unkontrollierten Ausbreitung der Wölfe – FREIE WÄHLER fordern verbindliche Regeln und wirksames Management
Mainz, 09.03.26 – Die FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz fordern eine sofortige Neuausrichtung der Wolfspolitik. Die derzeitige Praxis sei realitätsfern, überbürokratisiert und gehe zunehmend zulasten der Weidetierhalter sowie der gewachsenen Kulturlandschaft – insbesondere in stark betroffenen Regionen wie dem Westerwald.
„Während Weidetierhalter um ihre Existenz kämpfen, werden immer neue Wolfsrudel geduldet – ohne klare Obergrenzen, ohne wirksame Regulierung und ohne Rücksicht auf die Menschen im ländlichen Raum“, erklärt Lisa-Marie Jeckel, Landtagsabgeordnete und Landesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz.
Zentraler Punkt ist für die FREIEN WÄHLER die sofortige Änderung der Jagdrechtsverordnung.
„Wir brauchen Entscheidungen jetzt – nicht irgendwann. Die Regulierung des Wolfs darf nicht länger durch ideologisch motivierte Verbände verzögert oder faktisch blockiert werden. Verantwortung tragen staatliche Stellen und die Jägerschaft – nicht ideologisch motivierte Umwelt-Aktivisten“, so Jeckel.
Unterstützung kommt aus der kommunalen Praxis. Albert Jung, Verbandsbürgermeister der Verbandsgemeinde Kaisersesch und Vorsitzender des Naturschutzvereins KWA e.V. unterstreicht die Lage in den Kommunen:
„Die Situation hat sich in vielen ländlichen Regionen deutlich zugespitzt. Weidetierhalter verlieren Tiere, Kommunen verlieren Vertrauen in staatliches Handeln. Es braucht endlich klare, umsetzbare Regeln“, so Jung. Die Landespolitik kann den Tierhaltern nicht ständig erklären, wie bedeutsam ihr Tun für den Naturschutz ist, und lässt sie dann in Sachen Wölfe im Regen stehen.
Besonders kritisch sehen die FREIEN WÄHLER das Fehlen verbindlicher Bestandesobergrenzen.
„Jede andere Wildart wird reguliert – nur beim Wolf soll das nicht möglich sein. Das ist weder fachlich noch politisch vermittelbar. Wir brauchen klare, regional definierte Höchstzahlen“, erklärt Jeckel.
Auch Jung fordert Planungssicherheit für Kommunen:
„Ohne verbindliche Obergrenzen fehlt dem ländlichen Raum Sicherheit und Perspektive. Das sorgt für Frust und eine zunehmend aufgeheizte Stimmung.“ In klassischen Weidelandgebieten wie dem Westerwald ist es völlig widersinnig, die Ansiedlung von Wolfsrudeln zuzulassen und der Vermehrung tatenlos zuzusehen. Man muss Dinge auch zu Ende denken.
Der Schutz der Weidetierhalter müsse endlich wirksam ausgestaltet werden.
„Herdenschutzmaßnahmen allein reichen nicht aus. Zäune und Förderanträge ersetzen keine funktionierende Bestandsregulierung. Wer die Kulturlandschaft erhalten will, muss die Menschen stärken, die sie tagtäglich pflegen“, betont Jeckel.
Ein reines Monitoring greift aus Sicht der FREIEN WÄHLER zu kurz.
„Es reicht nicht, Spuren zu sichern und Daten zu sammeln. Aktives Wolfsmanagement bedeutet handeln – nicht nur dokumentieren“, so Jeckel.
Jung ergänzt:
„Die Menschen erwarten Lösungen, keine weiteren Berichte. Ein handlungsfähiges aktives Management ist überfällig.“
Die FREIEN WÄHLER sprechen sich daher klar für die Bejagung des Wolfs aus.
„Der Wolf gehört ins Jagdrecht – mit klar geregelten Entnahmemöglichkeiten durch Jäger. Nur so lässt sich eine praktikable und flächendeckende Kontrolle sicherstellen“, erklärt Jeckel.
Darüber hinaus fordert sie vollständige Transparenz beim Wolfsmonitoring: „Zahlen müssen offen, vollständig und nachvollziehbar veröffentlicht werden. Vertrauen entsteht nur durch Transparenz – insbesondere beim Wolfsmonitoring durch das KLUWO. Viele Weidetierhalter haben den Eindruck, dass die derzeitigen Bewertungsregeln Entnahmen faktisch unmöglich machen. Wenn nach einem Riss immer wieder festgestellt wird, dass der Herdenschutz angeblich nicht ausreichend war, bleibt der Wolf am Ende folgenlos. So entsteht der Eindruck, dass das System eher den Wolf schützt als die Tierhalter. Wer Vertrauen schaffen will, muss für klare, nachvollziehbare und praxisnahe Regeln sorgen.“
Abschließend stellt Jeckel klar:
„Naturschutz heißt nicht, eine Art grenzenlos wachsen zu lassen. Naturschutz heißt Verantwortung zu übernehmen – für Artenvielfalt, unsere Kulturlandschaft und die Menschen, die hier leben und arbeiten.“
Forderungen der FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz
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