Katzenschutzverordnung endlich umsetzen

23. Juli 2026

Tierheime brauchen Entlastung statt weiterer Untätigkeit

Die erneut überfüllten Tierheime in Rheinland-Pfalz zeigen, dass das Problem freilebender und unkastrierter Katzen weiterhin ungelöst ist. Für die FREIEN WÄHLER ist deshalb klar: Eine landesweite Katzenschutzverordnung ist längst überfällig.

„Wir haben diese Forderung bereits in der vergangenen Wahlperiode in den Landtag eingebracht – leider ohne Erfolg. Heute sehen wir, dass das Problem keineswegs verschwunden ist. Im Gegenteil: Tierheime und ehrenamtliche Tierschützer arbeiten vielerorts längst an ihrer Belastungsgrenze“, erklärt Lisa-Marie Jeckel, Landesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz.

Eine landesweite Regelung mit Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen könne dazu beitragen, die unkontrollierte Vermehrung einzudämmen und Tierheime nachhaltig zu entlasten. Der bisherige Flickenteppich kommunaler Einzelregelungen werde dem Ausmaß des Problems nicht gerecht.

Wie angespannt die Lage im praktischen Tierschutz insgesamt ist, zeigt auch die Klage des Deutschen Tierschutzbundes gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen der aus Sicht des Verbandes unzureichenden staatlichen Unterstützung der Tierheime.

„Wenn Tierheime finanziell und strukturell immer stärker unter Druck geraten, muss Politik endlich auch dort ansetzen, wo Belastungen vermeidbar sind. Es kann nicht sein, dass Verantwortung und Kosten immer weiter bei Tierheimen und Ehrenamtlichen abgeladen werden, während wirksame präventive Maßnahmen weiter aufgeschoben werden“, so Jeckel.

Die FREIEN WÄHLER fordern die Landesregierung deshalb auf, die Einführung einer landesweiten Katzenschutzverordnung endlich auf den Weg zu bringen.

„Wir haben früh auf dieses Problem hingewiesen. Dass wir heute wieder über dieselben überfüllten Tierheime und dasselbe vermeidbare Tierleid sprechen, zeigt deutlich: Abwarten war keine Lösung.“