Zöpfchen zu Tuning-Eskalation in Wittlich: „Der Innenminister hat die Lage nicht im Griff“

21. September 2026

FREIE WÄHLER fordern Aufklärung nach Angriffen auf Polizeibeamte bei nicht genehmigtem Tuningtreffen in der Eifel

Nach der Eskalation eines nicht genehmigten Tuningtreffens in Wittlich in der Eifel fordern die FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz eine umfassende Aufklärung des Polizeieinsatzes und kritisieren Innenminister Achim Schwickert scharf.

Auf dem Firmengelände befanden sich nach Angaben der Polizei mehrere hundert Fahrzeuge und eine vierstellige Zahl von Personen. Vermummte griffen Polizeibeamte und Einsatzfahrzeuge an, beschädigten Firmeneigentum und zündeten Mülleimer an. Die ersten Einsatzkräfte mussten sich zunächst zurückziehen. Am Ende wurden 70 Personen und Fahrzeuge kontrolliert und zwei Fahrzeuge sichergestellt.

Dazu erklärt der Landesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz, Christian Zöpfchen: „Der Innenminister hat die Lage erkennbar nicht im Griff. Wenn sich mehr als tausend Menschen zu einer nicht genehmigten Veranstaltung versammeln, Vermummte Polizeibeamte angreifen und die ersten Einsatzkräfte zurückweichen müssen, stellen sich massive Fragen an Einsatzplanung und Kräfteansatz.“

Die Kritik richte sich ausdrücklich nicht gegen die eingesetzten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten: „Unsere Polizei verdient Rückendeckung. Wer Beamte in eine solche Lage schickt, muss aber dafür sorgen, dass genügend Kräfte zur Verfügung stehen. Der Rechtsstaat darf vor Gewalttätern nicht zurückweichen.“

Die FREIEN WÄHLER fordern insbesondere Aufklärung darüber, wann die Behörden erstmals Kenntnis von dem Treffen hatten, weshalb zunächst offenbar nicht genügend Einsatzkräfte vor Ort waren und warum bei einer vierstelligen Teilnehmerzahl lediglich 70 Personen und Fahrzeuge kontrolliert wurden.

Zöpfchen abschließend: „70 Kontrollen bei mehr als tausend Beteiligten sind erklärungsbedürftig. Der Innenminister muss offenlegen, wie es zu dieser Situation kommen konnte und welche Konsequenzen daraus gezogen werden. Wer Polizeibeamte angreift, fremdes Eigentum zerstört und Menschen gefährdet, muss identifiziert und konsequent zur Verantwortung gezogen werden.“