Der Schülerausweis soll zum Deutschlandticket werden

22. September 2026

Die FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz fordern eine grundlegende Vereinfachung der Schülerbeförderung

Ein Deutschlandticket für alle Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz – kostenfrei und unabhängig von Wohnort, Schulweg oder Einkommen der Eltern. Das fordern die FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz.

Unser Ziel ist einfach:

Schülerstatus nachweisen – Deutschlandticket erhalten.

Damit wollen wir das bisherige System aus Kilometergrenzen, Anträgen, Anspruchsprüfungen und unterschiedlichen Einzelfallregelungen schrittweise ablösen und Bürokratie abbauen.

Derzeit hängt die Kostenübernahme für die Schülerbeförderung in Rheinland-Pfalz unter anderem von der Länge des Schulwegs ab. Dabei gelten unterschiedliche Entfernungsgrenzen: Bei Grundschülern liegt die maßgebliche Grenze grundsätzlich bei zwei Kilometern, bei Schülern weiterführender Schulen bei vier Kilometern. Hinzu kommen Ausnahmen und Härtefallregelungen. Für Familien bedeutet das Anträge und Anspruchsprüfungen, für die zuständigen Kommunen einen erheblichen Verwaltungsaufwand.

Wenige hundert Meter dürfen nicht darüber entscheiden, ob Familien die Fahrtkosten ihrer Kinder selbst tragen müssen oder nicht. Ein landesweit einheitliches Deutschlandticket würde Familien spürbar entlasten und zugleich für gleiche Bedingungen in ganz Rheinland-Pfalz sorgen.

Philip Sprenger, Vorsitzender des Landesfachausschusses Bildung der FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz:

„Starre Kilometergrenzen werden der Lebenswirklichkeit vieler Familien nicht gerecht. Ein Schulweg wird schließlich nicht allein durch seine Länge bestimmt, sondern auch durch sichere Wege, den Verkehr und die konkreten Bedingungen vor Ort. Als FREIE WÄHLER wollen wir die Situation für alle Kinder verbessern und den Zugang durch ein vereinfachtes Verfahren erleichtern.“

Darüber hinaus stärkt das Ticket die selbstständige Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen. Schülerinnen und Schüler könnten damit nicht nur zur Schule fahren, sondern auch Sportvereine, Musikschulen, Freunde sowie weitere Bildungs- und Freizeitangebote erreichen. Gerade im ländlichen Raum kann eine verlässliche und unkomplizierte Mobilität dazu beitragen, dass junge Menschen unabhängig vom Wohnort an gesellschaftlichen Angeboten teilnehmen können.

Von der Vereinfachung würden zugleich die Kommunen profitieren: Weniger Anträge, Prüfungen und Einzelfallentscheidungen bedeuten weniger Verwaltungsaufwand. Statt in jedem einzelnen Fall Anspruchsvoraussetzungen und Schulweglängen prüfen zu müssen, würde der Schülerstatus zur entscheidenden Voraussetzung für das Ticket.

So verbindet das Modell Familienentlastung, Chancengerechtigkeit, selbstständige Mobilität und konkreten Bürokratieabbau.