FREIE WÄHLER Rheinland-Pfalz warnen vor Kahlschlag in der ambulanten Versorgung

16. April 2026

Koblenz, 16.04.2026 – Die FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz teilen die massive Kritik der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz an den angekündigten Sparplänen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken.

„Wenn selbst die Kassenärztliche Vereinigung inzwischen erklärt, man könne Ärztinnen und Ärzten guten Gewissens kaum noch zur Niederlassung raten, dann ist das ein gesundheitspolitischer Offenbarungseid“, erklärt die Landesvorsitzende Lisa-Marie Jeckel.

Die angekündigten Kürzungen bedrohten insbesondere die fachärztliche Versorgung im ländlichen Raum massiv. Bereits heute sei es in vielen Regionen Rheinland-Pfalz schwierig, zeitnah Termine bei Fachärzten zu erhalten oder überhaupt noch Nachfolger für ausscheidende Praxisinhaber zu finden.

Dass nun ausgerechnet in dieser Lage Förderanreize und Vergütungsstrukturen geschwächt würden, sei ein fatales Signal an den medizinischen Nachwuchs.

„Wer ambulante Versorgung kaputtspart, verschärft den Ärztemangel und verlängert Wartezeiten für Patienten. Gespart wird hier nicht in irgendwelchen Tabellen, sondern unmittelbar auf dem Rücken der Menschen in Rheinland-Pfalz.“

Die FREIEN WÄHLER fordern Bund und Krankenkassen auf, die geplanten Einschnitte zurückzunehmen und stattdessen endlich verlässliche Rahmenbedingungen für niedergelassene Ärzte zu schaffen.

„Gerade der ländliche Raum ist auf starke ambulante Strukturen angewiesen. Wer Praxen wirtschaftlich unattraktiv macht, gefährdet die wohnortnahe medizinische Versorgung einer ganzen Generation.“