Apotheken weiter unter Druck – FREIE WÄHLER warnen vor Versorgungslücken im ländlichen Raum

20. April 2026

Koblenz, 20.04.2026 – Die geplanten Änderungen bei der Apothekenvergütung sorgen für massive Kritik. Trotz unveränderter Vergütung müssen Apotheken künftig zusätzliche Abschläge hinnehmen. Gleichzeitig steigen die Zuzahlungen für Patienten – mit spürbaren Folgen vor Ort.

„Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle Apothekerinnen und Apotheker“, erklärt Lisa-Marie Jeckel, Landesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz. „Die Betriebe leisten immer mehr – Beratung, Versorgung, Dokumentation – und werden gleichzeitig finanziell weiter ausgehöhlt.“

Besonders dramatisch sei die Situation im ländlichen Raum: „Wenn Apotheken schließen, trifft das die Menschen direkt – gerade ältere Bürger, Familien und chronisch Kranke. In Regionen wie der Eifel bedeutet das längere Wege und schlechtere Versorgung.“

Zudem würden die Bürger doppelt belastet:

„Höhere Zuzahlungen führen zwangsläufig zu Frust – und die Apotheken vor Ort müssen diesen Unmut auffangen. Das ist politisch verantwortungslos.“

Nicole Mrotzek, stellvertretende Landesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz, ergänzt:

„Wir erleben hier eine gefährliche Schieflage: Die Politik erhöht den Druck auf die Apotheken, während gleichzeitig die Erwartungen an Beratung und Versorgung weiter steigen. Das ist auf Dauer nicht mehr leistbar – und wird unweigerlich zu weiteren Schließungen führen.“

Die FREIEN WÄHLER fordern daher:

– eine faire und auskömmliche Vergütung der Apotheken

– den Stopp weiterer finanzieller Belastungen

– eine klare Strategie zur Sicherung der wohnortnahen Versorgung

„Wer die Apotheken schwächt, gefährdet die Gesundheitsversorgung insgesamt. Hier muss dringend umgesteuert werden“, so Jeckel abschließend.

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